Die 5 wichtigsten TV-Apps: Diese Anwendungen lohnen sich auf dem Smart-TV
Mediatheken, YouTube, Netflix, Spotify und TuneIn decken vom Abendfilm bis zum Radio fast alles ab. Hier erfahren Sie, was die fünf Apps leisten und worauf Sie bei Kosten, Verfügbarkeit und Einrichtung achten sollten.
Nach dem ersten Einschalten eines neuen Fernsehers wirkt der App-Bereich oft unübersichtlich: Einige Anwendungen sind vorinstalliert, Hunderte weitere warten im Store. Dabei brauchen die meisten Haushalte nur wenige gute Apps. Mit fünf Bausteinen decken Sie Nachrichten, Filme, Serien, Musik und Radio weitgehend ab. Welche davon zu Ihnen passen, hängt vor allem davon ab, was Sie gern sehen oder hören und ob Sie dafür monatlich bezahlen möchten.
Die fünf Apps auf einen Blick
| App | Geeignet für | Kostenmodell |
|---|---|---|
| Mediatheken | Verpasste Sendungen, Nachrichten, Dokumentationen | Bei öffentlich-rechtlichen Sendern ohne Zusatzkosten, bei privaten Anbietern teils mit Bezahlstufen |
| YouTube | Videos aller Art, Anleitungen, Musik | Kostenlos mit Werbung, Bezahlabo ohne Werbung |
| Netflix | Serien, Filme, Eigenproduktionen | Abo, je nach Tarif mit oder ohne Werbung |
| Spotify | Musik, Playlists, Podcasts | Kostenlose Version mit Werbung, Premium-Abo |
| TuneIn | Internetradio aus vielen Ländern | Basisangebot kostenlos, Zusatzfunktionen teils kostenpflichtig |
Fernsehen nach eigenem Zeitplan: die Mediatheken
Für viele Haushalte sind die Mediatheken der nützlichste Einstieg. Die Apps von ARD und ZDF bieten Nachrichten, Reportagen, Krimis und Dokumentationen auf Abruf, ohne dass ein zusätzliches Abo nötig ist. Auch die großen privaten Sendergruppen betreiben eigene Plattformen. Dort ist ein Teil der Inhalte frei zugänglich, für andere benötigen Sie einen kostenpflichtigen Tarif.
Beachten Sie, dass viele Sendungen nur für einen begrenzten Zeitraum abrufbar sind. Bei Spielfilmen und Sportübertragungen kann die Frist wegen der Senderechte recht kurz ausfallen. Schauen Sie deshalb lieber nicht erst Wochen später nach einem Film, den Sie unbedingt sehen möchten.
YouTube: vom Kochvideo bis zur Dokumentation
Keine andere App bietet eine vergleichbare thematische Breite. Auf dem großen Bildschirm machen sich vor allem Naturaufnahmen, Konzertmitschnitte, Reisevideos und längere Dokumentationen gut. Praktisch ist YouTube auch für Anleitungen, etwa wenn Sie beim Heimwerken oder Kochen Schritt für Schritt mitmachen möchten.
Melden Sie sich mit Ihrem Konto an, erscheinen Ihre Abos und persönlichen Vorschläge auch auf dem Fernseher. Teilen Sie sich das Gerät mit der Familie, lohnt sich allerdings ein Blick in die Kontoeinstellungen, damit sich die Vorschläge nicht ungewollt vermischen. Für Kinder gibt es mit YouTube Kids ein eigenes Angebot, sofern es für Ihren Fernseher verfügbar ist.
Netflix: große Bibliothek für Serienabende
Netflix steht stellvertretend für das klassische Streaming-Abo und ist auf fast allen gängigen Smart-TV-Plattformen zu finden. Der Dienst setzt stark auf Eigenproduktionen und bietet daneben lizenzierte Filme und Serien, deren Verfügbarkeit sich ändern kann. Über getrennte Profile erhält jedes Familienmitglied eigene Vorschläge, und mit einem Kinderprofil lässt sich die Auswahl sinnvoll eingrenzen.
Prüfen Sie vor dem Abschluss, was im gewünschten Tarif enthalten ist. Die Stufen unterscheiden sich unter anderem bei Werbung, Bildqualität und der Zahl gleichzeitiger Streams. Wer einen UHD-Fernseher nutzt, sollte darauf achten, dass der Tarif diese Auflösung überhaupt einschließt. Weil Abos in der Regel monatlich kündbar sind, können Sie außerdem nur dann buchen, wenn Sie gerade Zeit und Lust auf neue Serien haben.
Musik und Radio: Spotify und TuneIn
Spotify für Playlists und Podcasts
Der Fernseher kann mehr als nur Bilder liefern, besonders wenn eine Soundbar oder eine Anlage angeschlossen ist. Spotify eignet sich dafür gut: Sie greifen auf einen riesigen Musikkatalog, fertige Playlists und Podcasts zu. Besonders bequem ist Spotify Connect. Damit wählen Sie die Musik am Smartphone aus und geben sie über den Fernseher wieder, ohne sich mühsam mit der Fernbedienung durch Menüs zu klicken. Die kostenlose Version enthält Werbung und bietet weniger Funktionen als das Premium-Abo.
TuneIn für Radio aus aller Welt
Wer lieber moderiertes Programm hört, findet bei TuneIn zahlreiche Sender aus dem In- und Ausland. So läuft der Heimatsender auch dann, wenn er vor Ort nicht zu empfangen ist. Ebenso lassen sich Musikrichtungen entdecken, die im lokalen Radio kaum vorkommen. Die App ist allerdings nicht für jede Fernsehplattform erhältlich. Fehlt sie im Store, bieten sich Alternativen an oder Sie streamen vom Smartphone auf den Fernseher.
So holen Sie mehr aus Ihren Apps heraus
- Stabile Verbindung: Ein Netzwerkkabel ist meist zuverlässiger als WLAN. Steht der Router weit entfernt, kann ein Repeater oder Mesh-System helfen.
- Startseite aufräumen: Legen Sie häufig genutzte Apps nach vorn und blenden Sie Unbenutztes aus, soweit Ihr Gerät das erlaubt.
- Updates aktivieren: Aktualisierungen für System und Apps beheben Fehler und schließen Sicherheitslücken.
- Datenschutz prüfen: In den Einstellungen können Sie oft personalisierte Werbung und die Auswertung Ihres Sehverhaltens einschränken.
- Abos im Blick behalten: Mehrere kleine Monatsbeträge summieren sich schnell. Kündigen Sie Dienste, die Sie kaum noch nutzen.
Häufige Fragen
Warum finde ich eine App nicht auf meinem Fernseher?
Das App-Angebot hängt vom Betriebssystem, vom Hersteller und vom Alter des Geräts ab. Fehlt eine Anwendung, kann ein Streaming-Stick oder eine Streaming-Box am HDMI-Anschluss die Lücke schließen.
Kann ich einen älteren Fernseher mit Apps nachrüsten?
Ja, sofern er einen HDMI-Eingang besitzt. Ein Streaming-Stick bringt dann eine eigene Oberfläche samt App-Store mit. Das hilft auch, wenn ein Smart-TV keine Updates mehr erhält oder einzelne Apps nicht mehr unterstützt werden.
Wie schnell muss mein Internet zum Streamen sein?
Das hängt von Dienst und Bildqualität ab. UHD braucht deutlich mehr Bandbreite als HD, und mehrere gleichzeitige Streams erhöhen den Bedarf zusätzlich. Die aktuellen Empfehlungen stehen auf den Hilfeseiten der Anbieter.
Brauche ich für Mediatheken ein Abo?
Für die öffentlich-rechtlichen Mediatheken nicht. Bei privaten Sendern ist meist ein Teil der Inhalte frei abrufbar, während weitere Inhalte oder werbefreies Schauen je nach Anbieter einen Bezahltarif voraussetzen.


